Vorbereitung auf die
Ultraschalluntersuchung Ihres Tieres
Für Ihren Hund oder Ihre Katze wurde eine Ultraschalluntersuchung vereinbart.
Die Untersuchung wird von einer tierärztlichen Spezialistin bzw. einem tierärztlichen Spezialisten durchgeführt und kann eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraums, eine Echokardiographie (Herzultraschall) oder beides umfassen.
Eine Ultraschalluntersuchung ist nicht invasiv und in der Regel schmerzfrei. Die folgenden Informationen helfen Ihnen dabei, Ihr Tier optimal auf den Termin vorzubereiten, und erklären Ihnen, was Sie am Untersuchungstag erwartet.
Ultraschalluntersuchung des Bauchraums
Vor dem Termin
Futter
· Bitte füttern Sie Ihr Tier am Tag der Untersuchung nicht, da Futter im Magen und/oder Darm die Beurteilung der Bauchorgane erschweren kann.
· Falls Medikamente zusammen mit Futter verabreicht werden müssen, ist eine sehr kleine Futtermenge (ca. 1–2 Löffel) in der Regel erlaubt. Falls Sie unsicher sind, kontaktieren Sie uns bitte.
· Junge Welpen und Kätzchen (bis 6 Monate), Tiere mit Diabetes sowie Tiere mit Erkrankungen, bei denen längeres Nüchternsein problematisch sein könnte, sollten nur nach ausdrücklicher tierärztlicher Anweisung nüchtern bleiben.
Wasser
Ihr Tier darf frei über Wasser verfügen, sofern Sie von uns keine anderen Anweisungen erhalten haben.
Harnblase
Versuchen Sie nach Möglichkeit zu verhindern, dass Ihr Tier unmittelbar vor dem Termin uriniert. Idealerweise sollte es in der letzten Stunde vor der Ultraschalluntersuchung keinen Urin mehr absetzen. Eine mässig gefüllte Harnblase erleichtert die Untersuchung der Harnwege.
Medikamente
Geben Sie Ihrem Tier die gewohnten Medikamente wie üblich, sofern Ihre Tierärztin oder Ihr Tierarzt Ihnen nicht ausdrücklich andere Anweisungen gegeben hat.
Was passiert während der Untersuchung?
Für die meisten Ultraschalluntersuchungen des Bauchraums liegt Ihr Tier auf dem Rücken oder auf der Seite auf einer gepolsterten Untersuchungsliege.
Für eine gute Bildqualität muss das Fell am Bauch in der Regel geschoren werden. Anschliessend werden Alkohol und Ultraschallgel auf die Haut aufgetragen.
Die meisten Tiere tolerieren die Untersuchung gut und können bei vollem Bewusstsein untersucht werden. Häufig empfehlen wir vorab die Gabe eines angstlösenden Medikaments wie Gabapentin, üblicherweise etwa 90 Minuten vor der Untersuchung. Falls dies für Ihr Tier sinnvoll ist, wird die Medikation im Voraus mit Ihnen besprochen bzw. verschrieben. Sie kann dazu beitragen, dass Ihr Tier die Untersuchung entspannter erlebt und qualitativ gute Ultraschallbilder angefertigt werden können.
Gelegentlich kann eine zusätzliche Sedation notwendig sein, insbesondere wenn ein Tier sehr ängstlich oder unruhig ist, Schmerzen hat oder wenn Proben entnommen werden sollen. In diesem Fall wird ein Beruhigungsmittel mittels Injektion verabreicht.
Die Ultraschalluntersuchung selbst dauert in der Regel etwa 20–40 Minuten. Je nach Befund und Komplexität der Untersuchung kann die Dauer variieren.
Werden Proben entnommen?
Falls während der Untersuchung eine Auffälligkeit festgestellt wird, kann die Spezialistin bzw. der Spezialist empfehlen, unter Ultraschallkontrolle eine Probe mittels Feinnadel oder einer anderen ultraschallgestützten Technik zu entnehmen.
Ob eine Probenentnahme sinnvoll und möglich ist, hängt vom jeweiligen Befund, vom Gesundheitszustand Ihres Tieres und vom Grund der Untersuchung ab.
Echokardiographie – Herzultraschall
Vor dem Termin
Für eine reine Echokardiographie muss Ihr Tier normalerweise nicht nüchtern sein. Es darf bis zur Untersuchung wie gewohnt fressen und trinken.
Eine Ausnahme besteht, wenn:
· gleichzeitig eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraums geplant ist,
· eine Sedation mittels Injektion voraussichtlich notwendig sein könnte, beispielsweise bei sehr ängstlichen Tieren, oder
· Sie von Ihrer Tierärztin bzw. Ihrem Tierarzt andere Anweisungen erhalten haben.
Bitte geben Sie sämtliche Herzmedikamente sowie andere regelmässig verabreichte Medikamente wie gewohnt, sofern Ihnen nichts anderes mitgeteilt wurde.
Was passiert während der Untersuchung?
Mit einer Echokardiographie können wir die Struktur und Funktion des Herzens beurteilen. Dazu gehören unter anderem die Herzkammern, die Herzklappen sowie der Blutfluss durch das Herz.
Ihr Tier wird während der Untersuchung in der Regel stehen oder sitzen. Für eine optimale Bildqualität kann es notwendig sein, kleine Fellbereiche auf beiden Seiten des Brustkorbs zu scheren. Anschliessend werden Alkohol und Ultraschallgel auf die Haut aufgetragen.
Die meisten Tiere tolerieren die Untersuchung gut und können bei vollem Bewusstsein untersucht werden. Häufig empfehlen wir vorab die Gabe eines angstlösenden Medikaments wie Gabapentin, üblicherweise etwa 90 Minuten vor der Untersuchung. Falls dies für Ihr Tier sinnvoll ist, wird die Medikation im Voraus mit Ihnen besprochen bzw. verschrieben. Dadurch kann die Untersuchung für Ihr Tier entspannter gestaltet und eine optimale Bildqualität erreicht werden.
Gelegentlich kann eine zusätzliche Sedation notwendig sein, insbesondere bei sehr ängstlichen oder unruhigen Tieren. In diesem Fall wird ein Beruhigungsmittel mittels Injektion verabreicht.
Die Echokardiographie dauert in der Regel etwa 20–30 Minuten. Bei komplexeren Untersuchungen kann sie entsprechend länger dauern.
Falls erforderlich, kann zusätzlich während oder im zeitlichen Zusammenhang mit der Untersuchung ein EKG (Elektrokardiogramm) aufgezeichnet werden.
Nach der Untersuchung
Die Spezialistin bzw. der Spezialist beurteilt die erhobenen Befunde und gibt auf dieser Grundlage entsprechende Empfehlungen ab.
Je nachdem, wie Ihr Termin organisiert wurde, werden die Ergebnisse direkt mit Ihnen besprochen und/oder an Ihre behandelnde Tierärztin bzw. Ihren behandelnden Tierarzt weitergeleitet.
Anschliessend wird ein schriftlicher Spezialistenbericht für die überweisende Tierarztpraxis erstellt.
Bitte informieren Sie uns vor dem Termin, wenn:
· Ihr Tier Diabetes hat;
· es sich um einen sehr jungen Welpen oder ein sehr junges Kätzchen handelt;
· Ihr Tier beim Tierarzt extrem ängstlich oder aggressiv reagiert;
· Ihr Tier bei früheren tierärztlichen Untersuchungen bereits sediert werden musste;
· Ihr Tier gerinnungshemmende Medikamente (Antikoagulanzien oder Thrombozytenaggregationshemmer) erhält;
· sich der Gesundheitszustand Ihres Tieres seit der Terminvereinbarung deutlich verändert hat.
Falls Sie unsicher sind, wie Sie Ihr Tier auf die Untersuchung vorbereiten sollen, kontaktieren Sie uns bitte vor dem Termin.